Firmung 09.05.2026
Gestern war einer dieser Tage, an denen man spürt:
Glaube ist nicht Theorie. Glaube ist Leben.
Als Bischof Beat unseren jungen Erwachsnen das Sakrament der Firmung spendete, lag etwas in der Luft, das man nicht planen kann: Ehrlichkeit. Tiefe. Freude. Hoffnung. Und dieses Strahlen in den Gesichtern – nicht gespielt, nicht aufgesetzt, sondern echt. So echt wie das Leben selbst.
Doch dieser Moment ist nicht vom Himmel gefallen.
Er ist gewachsen – in Gruppenabenden, Gesprächen, Begegnungen, Andachten, Gottesdiensten. Und auf unserer Firmreise nach Berlin, mitten hinein in einen sozialen Brennpunkt. Dort, wo das Leben rau ist. Wo Menschen kämpfen. Wo Hoffnung kostbar ist. Genau dort haben unsere Firmlinge gesehen: Der Geist Gottes wirkt überall. Nicht nur im Kirchenraum. Auch auf der Strasse. Im Alltag. Im echten Leben.
Unser Ziel war klar: Glauben erfahrbar machen. Mut wecken. Räume öffnen. Zukunft ermöglichen.
Denn diese jungen Erwachsenen sind nicht „die Kirche von morgen“. Sie sind Kirche heute – wenn wir ihnen zutrauen, Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir ihnen zuhören. Wenn wir ihnen Platz geben. Wenn wir sie ernst nehmen.
Ob es gelungen ist? Die letzten Jahre zeigen: Viele bleiben. Viele bringen sich ein. Viele gestalten mit. Nicht, weil man sie „verpflichtet“ hat. Sondern weil sie etwas erlebt haben, das trägt.
Der Heilige Geist wirkt. Nicht nur an Festtagen. Sondern mitten im Alltag. Mitten im Leben. Mitten unter uns.